
Alles begann in einem alten PV
Alles begann in einem alten Volvo PV 444, mit dem man damals für 3
Kronen tanken konnte. Am Lenkrad saß mein Onkel Bengt und neben ihm
meine hochschwangere Mutter. Wir erreichten die Geburtsklinik in
Kristianstad, wo ich am 7. September 1966 geboren wurde. Mein Vater war
nicht zugegen, sondern wurde via Telegramm informiert, war er doch
gerade beim Panzerregiment P6 in Kristianstad stationiert.

Die ersten Jahre verlebte ich mit meiner Familie ruhig und sicher in
Finja. Meine Schwester und ich wuchsen mit viel Liebe und Fürsorge auf.
Damals verdiente mein Vater sein Geld als Kraftfahrer bei einem
Großhändler in Hässleholm.
Das Leben verlief viele Jahre in normalen Bahnen mit Fußball, Kumpels
und zum Schluss kamen auch die Mädchen ins Spiel.
Nach einer Ausbildung zum Möbeltischler bekam ich einen Job in einem
Lager und wurde in der gleichen Firma so nach und nach zum Verkäufer.
Dieser Job als Verkäufer war für mich der Grund, etwas Eigenes zu
beginnen. Und im Jahre 1994 starteten zwei Kollegen und ich unsere
Selbständigkeit als Großhändler in Hässleholm - GGM Plast. Diese Firma
hat mich viele Jahre lang begleitet. Jetzt habe ich diese verlassen, um
mich voll auf die Musik zu konzentrieren.
Von einem tollen Geschenk zum Lebensunterhalt
Wie kam die Musik in mein Leben? Tja, indem mir meine Mutter zum 25.
Geburtstag eine Gitarre schenkte. Hartnäckig wie ich bin, brachte ich
mir mit einer Gitarrenanleitung, die ich mir besorgt hatte, einige
Lieder bei. Damit trat ich zum ersten Mal an einem Mittsommerabend auf
dem Campingplatz in Ivö, in der Nähe von Kristianstad, auf. Das Publikum
bestand aus ca. 12 Personen.

Dann hatte ich Blut geleckt und setzte mich mit dem Bassisten Stefan
Dursjö in Verbindung. Den darauffolgenden Monat fuhren wir beide nach
Ivö, um dort erneut aufzutreten. Ich fand, dass es sich toll anhörte,
doch Stefan war mit seinem Kommentar mehr zurückhaltend.
Und da es so leicht war, kamen wir den Monat wieder und unterhielten die
Campinggäste, und ... sie wurden immer zahlreicher. Ob es nun an uns
lag, kann ich nicht sagen, aber auf alle Fälle hatten wir jetzt noch
unser neues Mitglied, den Schlagzeuger Torgny Johanson, dabei. Es begann
also alles 1993 auf dem Campingplatz Ivö mit Gitarre, Bass und
Schlagzeug.
Das Jahr darauf hatten wir innerhalb der schonischen Grenzen einige
Auftritte. Wir spielten in Kneipen, auf Beerdigungen und Hochzeiten,
privaten Festen, in Firmen, bei Einweihungen, in Lebensmittelgeschäften,
im Radio, auf Festivals und im Fernsehen. Wir hatten viel Spaß.

Das nächste Jahr fuhren wir von Erfolg zu Erfolg und die Anzahl der
Bandmitglieder wuchs. Mein Traum war immer, irgendwann eine komplette
Band zu besitzen, genau wie es The King hatte. Aber noch waren wir nicht
am Ziel.
Der große Durchbruch kam im Sirusgården in Kristianstad, einem Innenhof
mitten im Zentrum. Als wir in Fahrt kamen, flippte das Publikum
vollkommen aus und sang vom ersten Song an mit. Unter diesem
fantastischen Publikum war Gastwirt und Besitzer von Cardells Salonger,
die sich auch in Kristianstad befinden. Er kam nach dem Konzert zu uns.
Im Herbst des gleichen Jahres - Herbst 1997 – begann in Cardells
Salonger die Kneipenshow "Blue Christmas". Diese wurde ein Erfolg! Und
damit nicht genug, an einem der Abende saß ein Promotor der Södra Kasern
(Kaserne Süd) aus Kristianstad im Publikum. Der wollte uns für den
nächsten Herbst buchen. Wir schlugen sofort zu.
Auch dies wurde ein großer Erfolg, von 1999 bis 2003 spielten wir in
vollen Sälen und ausverkauften Häusern vor ca. 100.000 Menschen (ich
muss mich auch kneifen, damit ich es glauben kann).
Eine historische Kneipenshow zum Ernst nehmen
Als wir 2004 wieder ein Gastspiel in Hässleholm hatten, setzte ich mich
mit dem Eventproduzenten des Slagshuset in Malmö, Claes Schmidt, in
Verbindung und lud ihn zu einer unserer Veranstaltungen ein. Was er sah,
gefiel ihm, und er wollte uns 2005 in Malmö auf der Bühne haben.
Mit 15.000 verkauften Karten füllten wir das Slagthuset. Das war ein
fantastisches Gefühl. Zusammen mit mir auf der Bühne stand jetzt das The
New Memphis Orchestra - eine Großband von der ich jahrelang geträumt
hatte. Nach der letzten Vorstellung sprachen Claes Schmidt und ich über
die Zukunft. Wie sollte es weitergehen? Wir einigten uns auf eine
Verlängerung um ein weiteres Jahr!
Im Herbst 2006 hing wieder ein Zettel mit den Worten "ausverkauft" an
der Kasse und wir spielten vor 15.000 Menschen. In der Geschichte des
Slaghuset hatte es keine Show geschafft, zwei Jahre hintereinander zu
laufen! In meinem Innern fühlte ich mich wie ein König, ein großes
Teilziel war erreicht und wir wagten es, unseren Blick auf zwei weitere
größere Städte zu richten.
Die Goldmasken und die Göteborger
Mein Fan und ehemaliger Klassenkamerad in Finja und Hörja, Kapellmeister
Johan Svensson, bearbeitete - während wir mit unserer Show in Malmö
gastierten - Göteborg. Diese Stadt war unser nächstes Ziel. Dort konnten
wir gute Beziehungen zur Erikshallen aufbauen, die alle Hebel in
Bewegung setzte, damit die Show 2007 dort starten konnte.
In dieser Zeit erhielten Glenn Wish & The New Memphis Orchestra die
Nominierung für Schwedens bekannten Theaterpreis "Guldmasken 2006" für
die beste Show. Auf der Gala im Stockholmer Circus ging dann der erste
Preis an Lena + Orup, aber allein die Nominierung war für uns schon der
größte Erfolg.
Der Vertrag mit Göteborg war unterschrieben, jetzt ging es weiter von
Bühne zu Bühne an der Westküste und am 6. Dezember 1007 war die Premiere.
Dieses Privileg, mit dieser fantastischen großen und professionellen
Band handverlesener Musiker aus der ganzen Welt zu arbeiten, ist schon
eine große Ehre. Mit diesen wundervollen Menschen werden meine Träume
Wirklichkeit. Für die Menschen, die an der Kasse eine Karte gekauft
haben, auf der Bühne alles zu geben und allem im Saal ein Toperlebnis zu
schaffen, allein dies ist es wert, diese Mission fortzusetzen.
Das Zusammenspiel zwischen Publikum und Bühne ist eine Mischung aus
Rockshow, Erweckungsversammlung und einem Fußballländerspiel. Mein Ziel
ist es, meine ganze Freude, Energie und das Glück, was ich in meinem
Innern und meiner Seele trage, in musikalischer Weise mit so vielen
Menschen wie möglich zu teilen. Keiner verlässt ein Glen Wishkonzert
ohne Eindrücke!
„ Es gibt nur einen KING und wir lieben es, seine Musik auf unsere Art
zu spielen“

PS Das Leben ist wunderbar! DS
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